Eine gute AGB erstellen, keine leichte Angelegenheit

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind für Anbieter von Waren und Dienstleistungen eine unerlässliche Sache. Aus Bequemlichkeit werden AGB aber oftmals einfach von anderen Seiten kopiert oder Mustervorlagen verwendet. Das hat eine Reihe von Nachteilen. Zum einem können einige Klauseln darin unwirksam für das eigene Angebot sein und außerdem stellt das Kopieren der AGB von einer anderen Seite eine Urheberrechtsverletzung dar. Das kann Klagen mit hohen Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.

Die AGB zu erstellen ist also eine knifflige Sache. Die AGB müssen den Kunden Rahmenbedingungen für das Vertragsverhältnis zeigen. Im Streitfall muss man auf diese verweisen können. Zudem müssen die AGB wirksam in den Vertrag mit eingebunden werden. Gerade dieser Punkt wird oftmals vernachlässigt.

Es ist daher sinnvoll, sich eine Rechtsberatung zur Hilfe zu holen, wenn es um die Erstellung wirksamer AGB geht. Die Kosten dafür können aber nicht pauschal festgelegt werden. Denn der Verkauf von Waren unterscheidet sich schon grundsätzlich von der Erbringung einer Dienstleistung oder dem Vertrieb von Software. Deshalb können die Kosten dafür sehr unterschiedlich sein. Die Kosten rentieren sich aber in jedem Fall. Denn fehlerhafte AGB werden im Internet genauso häufig abgemahnt wie die Nutzung von fremden Bildmaterial. Die Kosten dafür übersteigen die Kosten für eine AGB-Erstellung bei weitem.

Man sollte also immer das Geld in eine Rechtsberatung investieren, wenn man eine saubere und rechtswirksame AGB erstellen will, die auf das eigene Angebot zugeschnitten ist und nicht von den Mitbewerbern abgemahnt werden kann.

Auch die Verwendung von Vorlagen ist eine Grauzone. Diese werden zwar angeboten, sind aber nur sehr allgemein gehalten. Man kann solche AGB sicherlich als Anhaltspunkt nutzen oder als Grundgerüst, um eigene AGB zu erstellen. In jedem Fall aber sollten die AGB vor der Nutzung von einem Anwalt oder Rechtsberater auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden.